Allgemein

Welcher Abnehm-Typ bist du?

Wie lange kämpft du schon darum dein Gewicht zu reduzieren und endlich dein Wunschgewicht zu erreichen?

Vielleicht hast du ja eine Methode gefunden, die deinem Typ und deinen Bedürfnissen entgegen kommt und bist ganz zufrieden, wie dein Abnehmen funktioniert. Dann gehörst du zu den wenigen, die ihren Weg zum Traumgewicht gefunden haben.

Leider gelingt das den wenigsten auf Anhieb und manche finden nie ihren Weg und verzweifeln an der Tatsache, dass es für sie keine Erfolgserlebnisse gibt. Das kann unter Umständen zu folgenschweren psychischen Belastungen führen.

Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es für jeden, der nicht krankheitsbedingt an Übergewicht leidet, eine Lösung für sein Problem gibt.

Das Problem herkömmlicher Abnehm-Programme ist, dass sie im Prinzip immer nur eine der möglichen Abnehm-Methoden vorstellen. Diese Methoden sind oft sehr gut (wohlgemerkt, ich spreche hier von Abnehm-Methoden, die immer eine Ernährungsumstellung zugrunde legen – zeitlich begrenzte Diäten sind dagegen wirkungslos und schaden mehr als sie nützen!), gehen aber meist nur in eine Richtung.

Die einen propagieren die Reduzierung der Kohlenhydrate (Low Carb) und andere zählen nur die Kalorien. Dabei gibt es so viele weitere Aspekte, die beim Abnehmen eine Rolle spielen.

Lass uns zu der Eingangsfrage in der Überschrift dieses Artikels zurückkehren: “Welcher Abnehm-Typ bist du?”

Sicherlich hast du schon einiges ausprobiert und dabei auch festgestellt, was dir besser liegt und mit welchen Bedingungen die besser zurecht kommst. Die Schwierigkeit ist, die für sich selbst beste Methode zu finden. Dazu ist es erforderlich einen Überblick über die möglichen Methoden zu bekommen und sich selbst mit ein paar gezielten Fragen zu analysieren.

Ich möchte das in einem Beispiel verdeutlichen: Angenommen, du bist Vollzeit berufstätig und arbeitest im Büro. Du musst früh aus dem Haus (hast möglicherweise keine Zeit, oder Lust noch vorher zu frühstücken), sitzt bis zur Mittagspause vier oder fünf Stunden vor deinem PC, schlingst in der Pause irgendein Fertiggericht von Discounter herunter, sitzt wieder 4 Stunden und fährst wieder nachhause. Zuhause angekommen, müde und abgespannt, stellst du dich nicht hin und zelebrierst dir ein perfektes Abend-Menü, du holst dir wieder irgendwas Verpacktes aus dem Kühlschrank, wärmst es in der Mikrowelle auf und isst es ohne Begeisterung, mit hungerstillendem Bewusstsein.

Ok, das ist die Ausgangssituation. Jetzt komme ich und erzähle dir, dass du drei regelmäßige Mahlzeiten am Tag einnehmen sollst, die möglichst wenig Kohlenhydrate enthalten und ein Kalorien-Limit nicht überschreiten sollen. Ich empfehle dir frische, unverarbeitete Lebensmittel zu verwenden und jedes Stückchen Fleisch, Gemüse, Käse ect. abwiegen und nach Kalorien-Anteil bewerten sollst. Was sagst du zu mir? Genau – “das geht nicht, das kann ich in meiner Situation unmöglich machen”.

Was könnte in diesem Fall die Ideal-Lösung sein? Die Antwort ist: Es gibt keine allgemeine Ideal-Lösung! Jeder Mensch ist anders, hat andere Bedürfnisse und Möglichkeiten. Um deine ideale Abnehm-Methode zu finden, musst du dir erst einmal im Klaren darüber sein, was für deine Lebenssituation, deine Essens-Präferenzen und deinen Willen zum Engagement (auch sportlich), passt.

Um das herauszufinden, musst du dir ein paar Fragen stellen und ehrlich beantworten. Die erste und wichtigste Frage, ist die nach deinem Commitment.

  1. Wie sehr bin ich bereit mich für das Erreichen meines Ziel-Gewichts zu engagieren?
  2. Bin ich bereit, meine Ernährungsgewohnheiten in einem für mich passenden Rahmen umzustellen?
  3. Kann und will ich regelmäßige Mahlzeiten einhalten?
  4. Bin ich in der Lage meine Mahlzeiten individuell nach Vorgaben selbst zusammenzustellen?
  5. Bin ich bereit jeden Essens-Bestandteil zu erfassen und in Listen oder einer Handy-App einzutragen?
  6. Kann und will ich mein Abnehm-Programm mit einer sportlichen Aktivität unterstützen?
  7. Wie sieht mein Energie-Haushalt aus – wann am Tag, verbrauche ich die meiste Enrgie?
  8. Kann ich auf bestimmte  Lebensmittel (z.B. mit vielen Kohlenhydraten) verzichten – oder diese zumindest reduzieren?

Das ist eine kleine Auswahl von Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du über ein Abnehm-Programm nachdenkst.

Du musst dir darüber im Klaren sein, auf welchem Wege du dein Ziel erreichen willst und es auch kannst!

Vielleicht bist der Typ, der seinen Kalorien-Haushalt im Blick hat und Grenzüberschreitungen mit sportlichen Aktivitäten wieder wett macht.

Oder du hast mit Sport überhaupt nichts am Hut und kommst hervorragend damit klar bestimmte Lebensmitte (wie Nudeln, Brot, Brötchen usw.) einfach weg zu lassen und deine Mahlzeiten kohlenhydrat-reduziert zu halten.

Möglicherweise möchtest du weder Kalorien noch Kohlenhydrate zählen müssen und erwartest von einem guten Abnehm-Programm fertige Rezepte und Empfehlungen, die du einfach nachkochen oder sogar fertig kaufen kannst, um dir die Zeit für das Einkaufen, Richten und Kochen zu sparen.

Egal welcher Typ du bist, du musst dir vollkommen darüber im Klaren sein, dass Abnehmen mit Veränderung zu tun hat – und zwar mit dauerhafter Veränderung.

Und am effektivsten sind Veränderungen, die 100%ig zu dir passen und dir nicht schwer fallen umzusetzen – und vor allem auch beizubehalten!

Hierzu passt der Spitzen-Spruch von Albert Einstein perfekt:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein)

Bitte schreibe einen Kommentar dazu – danke.

 

2 Gedanken zu „Welcher Abnehm-Typ bist du?

  1. hallo aus wien!
    ich bin nicht der abnehmtyp, sondern der zunehmtyp! ich möchte zunehmen und muskeln aufbauen – ich habe untergewicht und kann einfach nicht zunehmen. und, ja, das gibt es tatsächlich! und ea ist genauso nervig, wie zuviel gewicht zu haben und nicht abnehmen zu können. meist werde ich nur belächelt, aber es verletzt genauso ständig magersüchtige oder die dürre genannt zu werden… ich habe viele unverträglichkeiten und magenprobleme. vielleicht ist ja beim kongress was für mich dabei was mir hilft 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.