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Apfelessig: Multitalent für Gesundheit und Wohlbefinden

Apfelessig wird seit Jahrtausenden beim Kochen und in der Naturheilkunde verwendet.
Viele Menschen schwören darauf und behaupten, er habe gesundheitliche Vorteile, darunter Gewichtsabnahme, verbesserte Blutzuckerwerte, Linderung von Verdauungsstörungen und ein vermindertes Risiko für Herzerkrankungen und Krebs.

Was ist Apfelessig eigentlich?


Apfelessig wird hergestellt, indem der Zucker aus Äpfeln fermentiert und dadurch in Essigsäure umgewandelt wird – dies ist der aktive Bestandteil des Essigs. In den Geschäften findet man unterschiedlich aufbereitete Apfelessigsorten. Es gibt Bezeichnungen wie „gefiltert“ (klare Flüssigkeit) oder ungefiltert sowie der Begriff „Mutter“ – das heißt, es sind Proteine, Enzyme und nützliche Bakterien vorhanden, die den Essig trübe erscheinen lassen.
Apfelessig enthält, abgesehen von einer sehr geringen Menge an Kalium, Kupfer und Magnesium, auch Aminosäuren und Antioxidantien. Vitamine oder Mineralien sind jedoch keine erkennbaren Bestandteile von Apfelessig.
Wie kann nun Apfelessig Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern?


Hier ein paar Beispiele für besondere Eigenschaften dieses Multitalents:

Blutzucker-Regulierung:

Apfelessig wird oft als natürliche Methode zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels empfohlen, insbesondere bei Insulinresistenz.
Vor einer kohlenhydratreichen Mahlzeit eingenommen, verlangsamt Essig die Magenentleerungsrate und verhindert so große Blutzuckerspitzen.
Es verbessert auch die Insulinsensitivität, was dem Körper dabei hilft, mehr Glukose aus dem Blutkreislauf in die Zellen zu transportieren und so den Blutzuckerspiegel zu senken.
Interessanterweise wird nur eine kleine Menge Apfelessig benötigt, um diese Wirkung zu erzielen.
Vier Teelöffel (20 ml) Apfelessig vor den Mahlzeiten, können den Blutzuckerspiegel nach dem Essen signifikant senken. Dabei sollte der Essig mit Wasser (ca. 200 ml) gemischt und direkt vor einer kohlenhydratreichen Mahlzeit eingenommen werden.
Bei Mahlzeiten mit wenig Kohlenhydraten oder Ballaststoffen senkt Apfelessig den Blutzucker nicht signifikant. Das heißt, er nimmt nur die Blutzuckerspitzen bei Mahlzeiten mit schnellen Kohlenhydraten weg.

Gewichtsabnahme:

Apfelessig kann helfen, Gewicht zu verlieren. Er erzeugt ein gewisses Völlegefühl, das dazu führen kann im Laufe des Tages die Essensmenge zu reduzieren.
In einer Studie bekamen die Testpersonen ein oder zwei Esslöffel Apfelessig (15 oder 30 ml) täglich über den Zeitraum von drei Monaten. Dabei kam es bei übergewichtigen Erwachsenen durchschnittlich zu einem Gewichtsverlust von 1,2 bis 1,7 kg.
Die Studien ergaben auch, dass sich bei Probanden die eine spezielle Diät durchliefen und täglich zusätzlich zwei Esslöffel Apfelessig einnahmen, innerhalb von drei Monaten einen fast doppelt so großer Gewichtsverlust einstellte, als bei Personen, die ebenfalls an dieser Diät teilnahmen, aber keinen Apfelessig zu sich genommen hatten.
Daraus kann man ableiten, dass Apfelessig sehr wahrscheinlich dabei helfen kann Gewicht abzubauen, wenn die Einnahme mit grundsätzlichen Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten und einem veränderten Lebensstil kombiniert wird.

Verdauungs-Unterstützung- und Regulierung:

Viele Menschen nehmen Apfelessig vor proteinreichen Mahlzeiten ein, um die Verdauung zu verbessern.
Die Theorie besagt, dass Apfelessig den Säuregehalt des Magens erhöht, wodurch der Körper mehr Pepsin, das Enzym, das Protein abbaut entwickelt.
Zwar gibt es keine Forschungsergebnisse, die die Verwendung von Apfelessig zur Verbesserung der Verdauung belegen, aber von anderen sauren Ergänzungsmitteln wie Betain-HCL weiß man, dass sie den Säuregehalt des Magens signifikant erhöhen und damit den oben genannten Effekt erzielen können.
Deshalb kann man davon ausgehen, dass saure Nahrungsmittel wie z.B. Apfelessig ähnliche Wirkungen haben können. Hierzu müssten allerdings noch weitere wissenschaftliche Tests den Beweis erbringen.

Letzten Endes muss es jeder für sich selbst herausfinden, ob Apfelessig die Verdauung verbessert, in dem er Ihn über einen gewissen Zeitraum regelmäßig jeweils vor den Mahlzeiten zu sich nimmt.
Diejenigen, die Apfelessig zur Verdauung einnehmen, trinken in der Regel unmittelbar vor den Mahlzeiten ein bis zwei Esslöffel (15–30 ml) mit einem Glas Wasser.

Allgemeines Wohlbefinden:

Die Einnahme von Apfelessig wird oft auch mit dem Schutz vor Herzkrankheiten, die Verringerung des Krebsrisikos und die Bekämpfung von Infektionen in Verbindung gebracht.
Es gibt allerdings nur begrenzte wissenschaftliche Belege, um diese Annahmen zu untermauern, und es liegen keine empfohlenen Dosierungen für Menschen vor.
Tier- und Reagenzglas Studien deuten darauf hin, dass Apfelessig das Risiko für Herzkrankheiten verringern, Krebs bekämpfen und das Wachstum von Bakterien verlangsamen könnte. Für Menschen liegen jedoch keine Untersuchungen vor.
Es gibt jedoch Studien, die gezeigt haben, dass Personen, die regelmäßig Salate mit Dressing auf Essigbasis essen, tendenziell ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten und weniger Bauchfett haben. Dies könnte allerdings auch auf die Wirkung verschiedener andere Faktoren zurückzuführen sein.
Es bedarf weiterer Forschungen und Teststudien mit Menschen, um die beste Dosis Apfelessig für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu verstehen.

Einnahme und Vermeidung von Nebenwirkungen:

Apfelessig ist ein relativ sicheres Lebensmittel, kann jedoch bei manchen Menschen auch Nebenwirkungen verursachen.
Um die gesundheitlichen Vorteile von Apfelessig zu nutzen, sollte man ihn nicht mit etwas vermischen, das die Säure neutralisieren und die positiven Auswirkungen verringern könnte.
Man sollte auch berücksichtigen, dass Essigsäure bei regelmäßiger Anwendung auch den Zahnschmelz angreifen kann. Durch einen Strohhalm trinken und danach den Mund mit Wasser ausspülen, kann diese Gefahr verringern.
Bei mäßiger und verantwortungsvoller Einnahme von Apfelessig kann er seine gesundheitlichen Vorteile entfalten. Der Konsum großer Mengen über einen längeren Zeitraum kann zu ungesunden Nebenwirkungen und zu niedrigen Kaliumspiegeln im Blut und Osteoporose führen.
Wenn sich nach der Einnahme von Apfelessig unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit, Aufstoßen oder Rückfluss einstellen, sollte die Einnahme abgebrochen und die Symptome mit einem Arzt besprochen werden.


Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Apfelessig:

Lebensmittel konservieren:

Wie andere Essigsorten ist Apfelessig ein wirksames Konservierungsmittel.
In der Tat haben Menschen seit Tausenden von Jahren Essig als Beizmittel verwendet, um Lebensmittel zu konservieren.
Die Säure bewirkt, dass Enzyme deaktiviert und alle Bakterien in der Nahrung abgetötet werden, die zum Verderb führen können.

Natürlicher Desodorierer:

Apfelessig hat bekanntermaßen antibakterielle Eigenschaften. Aus diesem Grund wird oft behauptet, dass Apfelessig schlechte Gerüche beseitigen kann.
Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Belege dazu, aber man kann es leicht selbst ausprobieren, indem man Apfelessig mit Wasser mischt und daraus ein Deo-Spray herstellt.
Dies ist eine natürliche Alternative zu chemischen Gruchsneutralisierern.
Man kann Apfelessig auch mit Wasser und Bittersalz mischen, um daraus ein Fußbad zu machen. Dies kann helfen, unerwünschten Fußgeruch zu beseitigen, indem geruchsbildende Bakterien abgetötet werden.

Allzweckreiniger:

Apfelessig ist häufig eine beliebte Wahl für eine natürliche Alternative zu kommerziellen Reinigungsmitteln. Dies liegt an seinen antibakteriellen Eigenschaften.
Dazu mischt man eine Tasse Wasser mit einer halben Tasse Apfelessig und man hat einen natürlichen Allzweckreiniger.

Halsschmerzen lindern:

Apfelessig ist ein beliebtes Hausmittel gegen Halsschmerzen.
Es wird angenommen, dass seine antibakteriellen Eigenschaften dabei helfen könnten, Bakterien abzutöten, die das Problem verursachen. Es gibt jedoch keine medizinisch-wissenschaftlichen Belege dafür, die diese Wirkung belegen. Man muss es einfach mal ausprobieren.
Auch hierbei sollte der Essig vor dem Gurgeln mit Wasser verdünnt werden.

Chemiefreies Gesichtswasser:

Apfelessig kann unter Umständen bei der Behandlung von Hautausschlägen helfen und die Hautalterung reduzieren. Deshalb wird Apfelessig häufig auch als Hautstärkungsmittel verwendet.
Die Mischung sollte aus einem Teil Apfelessig und zwei Teilen Wasser bestehen. Diese wird dann mit einem Wattepad auf die Haut aufgetragen. Bei besonders empfindlicher Haut sollte möglicherweise eine verdünntere Lösung verwendet werden.

Waschen von Obst und Gemüse:

Pestizidrückstände und Bakterien auf Obst und Gemüse lassen sich mit Apfelessig gründlicher beseitigen als nur mit reinem Wasser.
So wurde beispielsweise beim Waschen von Lebensmitteln mit Essig gezeigt, dass sich dadurch gefährliche Bakterien wie E. coli und Salmonellen entfernen lassen.

Haarspülung:

Eine Apfelessig-Haarspülung entfernt Rückstände von Pflegemitteln, entwirrt die Haare und verleiht ihnen Glanz.
Zur Anwendung mischt man ein Teil Apfelessig mit einem Teil Wasser und gießt sie über das Haar. Danach einige Minuten einwirken lassen und auswaschen.
Bei empfindlicher Haut sollte man erst mal mit einer schwächeren Verdünnung anfangen.

Schuppenbehandlung:

Durch Einmassieren des verdünnten Apfelessigs in die Kopfhaut, kann man auch lästige Schuppen loszuwerden.
Es ist nicht klar, wie effektiv diese Methode wirklich ist, aber die Theorie besagt, dass die Säure im Essig dazu beitragen könnte, das Wachstum des Pilzes Malassezia zu stoppen, der zur Schuppenbildung beitragen kann.
Auch hier gilt: Einfach mal ausprobieren.

Mundspülung:

Apfelessig wird oft als nützliche Alternative zu kommerziellen Mundspülungen angesehen. Seine antibakteriellen Eigenschaften können dabei auch bei schlechtem Atem helfen. Auch hier wird Apfelessig mit Wasser verdünnt. Etwa einen Esslöffel Essig auf eine Tasse Wasser.

Spülmittel:

Das Abspülen des Geschirrs mit Apfelessig kann unerwünschte Bakterien abtöten und das Geschirr so natürlich säubern. Man gibt den Essig ins Spülwasser oder sogar auch in die Spülmaschine.

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